Schloss Drachenburg und sein Leuchten - Teil 1

Zum fünften Mal in Folge findet das sogenannte „Schlossleuchten“ auf dem Drachenfels statt. Schloss Drachenburg bietet eine traumhafte Kulisse für das Event. Unser Redakteur Martin Briel war für Studio Eins vor Ort, und hat sich dieses Ereignis am Premierenabend angeschaut.

Königswinter, 26.01.2019, abends, -2 Grad Celsius.

 

Obwohl ich seit mittlerweile fast 2 Jahren in Bonn lebe und ganz in der Nähe aufgewachsen bin, wird das heute erst mein zweiter Besuch auf dem Drachenfels. Wahrscheinlich hat mich die grandiose Aussicht früher nicht interessiert. Glücklicherweise hat sich das geändert.

Nun stehe ich also, unter anderem, mit einem Notizblock, einem notdürftig aufgeladenem Handy, sehr dünnen Handschuhen und einer sehr guten Freundin von mir vor der Talstation der Drachenfelsbahn. Bei sonnigen Temperaturen und einem wunderschönen Sonnenuntergang, würde ich den Weg mit Sicherheit wagen. Leider ist es weder sonnig, noch dämmert es. Da es zusätzlich gerade zu schneien beginnt, beschließen wir die Zahnradbahn zu nehmen. Für diejenigen, die es uns gleichtun wollen:

Ein Kombiticket enthält die Hin- und Rückfahrt mit der Drachenfelsbahn und den Eintritt ins Schloss und in die Nibelungenhalle. Erwachsene zahlen 15 Euro, Kinder ab sechs Jahren zahlen neun Euro. 

Mit der Bahn dauert die Fahrt nur ein paar Minuten. Zu Fuß wären wir circa 25 Minuten unterwegs gewesen. 

 

Das Schlossleuchten findet zum fünften Mal in Folge statt. Wenn man dieses Ereignis noch nie besucht hat, gleichzeitig auch noch so gut wie noch nie auf dem Drachenfels war, ist der erste Eindruck des voll erleuchteten Schlosses wahrlich atemberaubend.

Der Schneefall hat sich inzwischen verstärkt. Das hält uns genauso wenig vom Ziel ab wie unsere Mitreisenden.

Über die Fußgängerbrücke steuert man direkt auf die sogenannte Vorburg zu. Auch sie wird angestrahlt. Auf der rechten Seite, neben der Eingangstür, wird man durch eine Pirouetten drehende Ballerina begrüßt. Sollte man auf die Bahnfahrt verzichten wollen, bezahlt man dort das Ticket. Erwachsene zahlen neun Euro, Kinder ab sechs Jahren zahlen nur vier Euro. Nach der Ticketkontrolle gelangt man in den Schlossgarten. Hier sieht man das beleuchtete Schloss das aller erste Mal in seiner ganzen Schönheit. 

 

Aber nicht nur das Schloss wird von bunten Scheinwerfern angestrahlt. Der ganze Garten strahlt in den unterschiedlichsten Farben.

 

Mein persönliches Highlight im Garten: 

Einer der Wege ist mit kleinen (natürlich bunt-leuchtenden) Häuschen auf Stelzen gesäumt. Unter diesen Konstruktionen stehen Lautsprecher. Über diese wird die Geschichte der drei kleinen Schweinchen abgespielt. Jedes Haus hat einen kurzen Teil der Geschichte bekommen, so das man mit Fortschreiten des Weges immer mal wieder einen kleinen Ausschnitt des Märchens zu hören bekommt. Eine wunderbare Idee!

 

So schön der Garten auch ist, das Innere des Schlosses hat mich persönlich am meisten beeindruckt. Das, was einem nach dem Betreten des Schlosses wahrscheinlich als Erstes ins Auge fällt, ist eine seltsame grüne Wand. Uns wird erklärt, dass es sich hierbei um eine lang nachleuchtende Folie handelt. 

 

Diese funktioniert wie folgt: Man stellt sich in einer beliebigen Pose vor die Wand. Eine zweite Person muss nun den großen, roten Knopf vor der Wand drücken. Nach einigen Sekunden wird die Person vor der Wand von einem hellen Scheinwerfer angestrahlt. Nach Erlöschen des Scheinwerfers, ist der Schatten der Person auf der Folie zu sehen. Dieselbe Technik wird z. B. auch bei Notausgangsschildern benutzt. 

Obwohl das Schlossleuchten erst vor einer halben Stunde begonnen hat, hatten wir bereits Schwierigkeiten uns im Schloss fortzubewegen. Bei den ganzen Kunstwerken ist das aber auch kein Wunder. 

Galerie

 

Hier sind meine persönlichen Highlights im Schloss

  • Die Wandmalereien im ehemaligen Speisezimmer des Schlosses
  • Die im gotischen Stil erbaute Kunsthalle
  • Die Aussichtspunkte auf den Spitzen des Haupt- und des Südturms

 

Besonders den Aussichtspunkt des Südturms kann ich empfehlen, da die Plattform unter dem freien Himmel liegt. Ich kann mir gut vorstellen, dass man Ende Februar eine noch bessere Aussicht über Bonn haben wird.

 

Fazit: Ein Besuch des Schlosses lohnt sich immer. Ein Besuch beim Schlossleuchten ist in seinem fünfjährigen Bestehen absolute Pflicht. 

 

 

Die wichtigsten Eckdaten: 

 

Termine:

Das Schlossleuchten findet in der Zeit vom 25. Januar bis zum 24. Februar 2019, an jedem Freitag-, Samstag- und Sonntagabend von 18 bis 22 Uhr statt.

 

Preise: 

Eintritt Schlossleuchten und Nibelungenhalle: 

Erwachsene: neun Euro

Kinder ab 6 Jahren: sechs Euro

 

Kombiticket (Eintritt ins Schlossleuchten und die Nibelungenhalle & die Fahrten mit der Drachenfelsbahn):

Erwachsene: 15 Euro

Kinder ab sechs Jahren: neun Euro

 

 

Empfehlungen:

Gerade durch das Kombiticket Angebot eignet es sich beim Schlossleuchten um eine Veranstaltung für die ganze Familie. 

 

 

 

Im zweiten Teil meines Berichts werde ich über die Geschichte von Schloss Drachenburg schreiben. 

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Informationen

  • Text: Martin Briel
  • Foto: Martin Briel
  • Datum: 06. Februar 2019
  • Kategorie: Stadt Kultur