Save-Me-Bonn Kampagne

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„Bonn sagt ja“, damit tritt die Save-Me-Kampagne in Bonn auf. "Ja” zur Aufnahme von Flüchtlingen, "Ja" zur Integration und "Ja" zu interkultureller Begegnung. Es geht bei dem Programm darum, geflüchteten Menschen, egal welcher Herkunft eine neue Heimat zu bieten und ihnen so gut, wie es eben geht unter die Arme zu greifen. Was genau die Kampagne zu bieten hat, und wie Ihr helfen könnt, berichtet Dennis Lonsdorfer

Was ist Save-Me denn eigentlich genau?

 

Es ist ein Programm im Rahmen des Resettlement-Programms des UNHCR, also der Flüchtlingsagentur der Vereinigten Nationen. „Resettlement“ bedeutet, Geflüchteten ein dauerhaftes neues Zuhause in einem neuen, sichereren Land zu schaffen. Das Programm ist international und auch Save-Me Bonn ist ein Teil davon und trägt dazu bei, das, in Deutschland zur Zeit auf 500 Plätze pro Jahr begrenzte, Kontingent an Hilfsbedürftigen zu betreuen. 

 

Migration ist für alle Seiten immer schwierig:

Sowohl für die Neuankömmlinge, die sich zum Teil allein in einer fremden Gesellschaft mit fremden Umgangsformen und Normen zurechtfinden müssen, als auch auch für die Aufnahmegesellschaft, die es nicht gewohnt ist, mit Menschen umzugehen, die diese Umgangsformen und Normen nicht kennen. Zu all dem Durcheinander gesellt sich dann noch das signifikante Problem der Sprachbarriere.

 

Die Antwort von Save-Me auf diese Schwierigkeit heißt Integration in vier Schritten:

Kulturelle Integration um Sprache und Wissen über die neue Kultur zu vermitteln, ohne die eigene Kultur hinter sich lassen zu müssen, strukturelle Integration um Bildung und Jobchancen zu gewährleisten, soziale Integration um soziale Beziehungen mit Bonner Bürgern zu schmieden und letztlich auch emotionale Integration, also das Schaffen eines Zugehörigkeitsgefühl zu deutschen Gesellschaft. Das klingt alles nach einem schwierigen und langfristigen Prozess, und dessen ist man sich auch bei Save-Me bewusst. Aber der Weg den man hier geht ist nun mal der, der gegenseitigen Annäherung und niemand behauptet, dass das einfach ist. Er stellt sogar große Voraussetzungen an beide Seiten: Umorientierung, Anpassung und Lernbereitschaft auf der Einen, Offenheit, Respekt, Toleranz und Geduld auf der Anderen Seite  und Kommunikation und Interaktion in gegenseitigem Interesse. 

 

Um Interaktion und Kommunikation zu gewährleisten, bietet Save-Me Bonn jede Menge Möglichkeiten: Zum einen das Umfangreiche Mentoren-Programm, bei dem sich freiwillige Hilfsbereite melden können, um einen oder eine zu Ihnen passende/-n Geflüchtete/-n zugeteilt zu bekommen, dem oder der sie dann bei Alltag und bei der Freizeitgestaltung unter die Arme greifen können. Natürlich gibt es auch ungezwungenere Veranstaltungen, wie gemeinsame Museumsbesuche, Kochabende und ein monatlicher Café- Treff um Menschen näher zu bringen.

 

Alle anstehenden Veranstaltungen findet Ihr, wenn ihr mal unverbindlich vorbei schauen wollt, sogar im Internet auf www.save-me-bonn.de. Und für diejenigen unter Euch die den guten Zeeck lieber finanziell unterstützen wollen gibt es dort auch eine Möglichkeit zu spenden.

 

Falls Ihr noch mehr über das Thema wissen wollt, schaut doch mal in unserer Mediathek vorbei, wir haben nämlich mit der Koordinatorin von Save-Me Bonn, Nadja Müller de Ossio, ein ausführliches Interview, zu dem Programm, und was so dahinter steckt, geführt. Hört doch mal rein, Ihr findet es hier.

Informationen

  • Text: Dennis Lonsdorfer
  • Foto: Dennis Lonsdorfer
  • Datum: 24. Februar 2019
  • Kategorie: Stadt Soziales Politik