Der Karneval in Italien

Bald werden wir den Rosenmontag feiern und um genau zu sein, wird er am 5. März sein. Der Karneval wird aber nicht in ganz Deutschland so groß gefeiert. Die Feierlichkeiten in Nordrhein-Westfalen, besonders die Städte von Köln, Düsseldorf und Bonn, haben schon ihre eigene Besonderheit im Vergleich mit anderen Städten Deutschlands. Wie wird der Karneval aber außerhalb Deutschlands gefeiert? Im Folgenden geht es um den Karneval in Italien und einige Traditionen, die damit verbunden sind.

In Italien feiert man Karneval zwischen Mitte Januar und Februar, je nach dem wenn man der Aschermittwoch ist. Während dieser Zeit fahren die Karnevalzüge jeden Sonntag durch die Städte, am meisten an den Februarsonntagen. In Italien verkleiden sich nur die Kinder, und sie können auf die Karnevalzüge einsteigen und von dort aus können sie mit den anderen Kindern spielen und die Zeit einfach genießen. Aus den Zügen werden keine Süßigkeiten geworfen, aber auf den Straßen gibt es Stände, wo man Süßigkeiten kaufen kann. D. h. der italienische Karneval ist in der Regel nur für Kinder gedacht. Am Dienstag vor dem Aschermittwoch, der sogenannte „martedì grasso“ auf Italienisch, werden Karnevalabschlussfeiern in den Kirchengemeinden gefeiert und je nach dem Einverständnis der Lehrer können die Kinder sich an dem Tag in der Schule verkleiden und den Abschluss vom Karneval feiern. An diesem „martedì grasso“ fahren aber keine Karnevalzüge durch die Städte, weil er ein Werktag ist. 

Die Kultur des italienischen Karnevals hat aber schon seine Tradition und Kultur im ganzen Land. Jede Region Italiens hat ihre eigene Maske, die aus der „Commedia dell’arte“ entstanden sind, d. h. aus der Komödie im Theater. Einige Regionen haben mehrere Masken und einige bekannten Masken sind z. B. „Pulcinella“ aus Neapel, „Arlecchino“ aus Mailand, „Colombina“ aus Venedig, „Stenterello“ aus Florenz. Jede Maske stellt auch ein Charakter, ein Typ, dar und manchmal gibt es ein Gedicht, das mit jeder Maske verbunden ist. 

In Italien gibt es auch zwei berühmte Karnevalsfestivitäten, die auch viele Touristen in die Städte bringen: es handelt sich vom Karneval in Venedig und vom Karneval in Viareggio. In Veneding wird der Karneval mit den traditionellen venezianischen Masken und groß gefeiert. In Viareggio ist die Besonderheit des Karnevals, dass die Karnevalzüge die Politik, die Politiker und berühmte Persönlichkeiten stark satirisch darstellen. Diese beiden Karnevalen sind eher zum Schauen, d. h. die Kinder können nicht auf die Karnevalzüge einsteigen. Es gibt noch den Karneval in Sanremo, wo die Karnevalzüge mit Blumen gestaltet sind, weil Sanremo als Stadt der Blumen bekannt ist. Auch hier sind die Karnevalzüge nur zum Schauen.

Als ich nach Bonn gekommen bin, war ich ziemlich schockiert, zu sehen, dass alle Menschen sich für den Karneval verkleideten. Es gehörte nicht zu meinem Verständnis vom Karneval. Im Laufe der Zeit habe ich aber diese Tradition in Bonn kennengelernt. Als ich ein Kind war, habe ich mich natürlich verkleidet und ich war einmal in Viareggio. Ich habe dann nur Bilder von Karneval in Veneding und in Sanremo im Fernsehen gesehen, aber ich glaube, es lohnt sich, einmal dahin zu fahren und was anderes zu erleben. Auch wenn ich noch nie da war, sieht es alles sehr schön aus und ich kann es nur empfehlen. Vielleicht habt Ihr Lust dieses Jahr den Karneval noch anders - bei warmem Wetter - zu erleben oder könnt Ihr schon Pläne für nächstes Jahr machen. Ein paar Tipps habt Ihr mit diesem Artikel bekommen. Jetzt seid Ihr dran zu entscheiden, wo Ihr Karneval feiern wollt. In Bonn sagt man: „Alaaf“, in Düsseldorf „Helau“, in Italien hingegen sagt man: „a carnevale ogni scherzo vale“, und übersetzt klingt es ungefähr so: „am Karneval ist jeder Witz es wert“. Auf jeden Fall wünsche ich Euch noch viel Spaß beim Karneval! 

Informationen

  • Text: Valentina de Cotiis
  • Foto: Valentina de Cotiis
  • Datum: 01. März 2019
  • Kategorie: Stadt Kultur