Ashok-Alexander Sridharan im Portrait

Platzhalter - Studio Eins

Nächsten Mittwoch, dem 21.Oktober, beginnt der neue Oberbürgermeister Sridharan (CDU) sein Amt im Alten Rathaus in Bonn. Am 13.September hatte er mit 50,06% die Wahl für sich entschieden. Ashok Sridharan ist, wie er es schon in zahlreichen Interviews betont hatte, ein ,,Bönnsche Jung’’.

Er wurde am 15.Juni 1965 in Bonn als Sohn eines indischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren. Sein Vater kam 1957 als indischer Diplomat nach Bonn und seine Mutter kommt aus Bonn-Lengsdorf. Dort ist auch Ashok-Alexander aufgewachsen.

Sridharan machte 1985 sein Abitur am Ailosiuskolleg in Bad-Godesberg. Danach studierte er an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Jura. Seit 1996 ist er bei der Stadt Königswinter beschäftigt. Seit 2002 ist er dort als Kämmerer unter anderem für viele Aufgabenbereiche zuständig. Ashok ist Dezernent für Finanzen, Schule, Sport, Kultur und Städtepartnerschaften. Seit 2010 ist er Stellvertreter des Bürgermeisters von Königswinter.

Alexander Sridharan ist katholisch und hat mit seiner Ehefrau Petra drei Söhne. Als neuer Oberbürgermeister von Bonn plane er Perspektiven, keine Grausamkeiten. Sein Ziel ist es, Dinge in Bonn zu bewegen: ,, Es fehlen Treffpunkte wie Bonner Sommer und Klangwelle, die das Miteinander der Menschen fördern. Es gibt zu viele Bedenkenträger, die die Entwicklung blockieren. Und was sich auch lähmend auswirkt, ist das Kommunikationsproblem zwischen Rat und Verwaltung’’ (Ashok Sridharan im GAInterview vom 10.9.15 mit GA-Redakteur Holger Wilcke). Außerdem möchte der gebürtige Bonner eine Lösung zu den Bonner Verkehrsproblemen finden und eine Neugestaltung des Victoriakarrees als zentrale Perspektive der Innenstadtgestaltung hervorrufen. Weiterhin möchte er nicht über 50 Millionen Euro für die Bonner Beethovenhalle ausgeben, sondern über ein Hallenkonzept entscheiden.

Die Bonner Bürger setzen aber insbesondere viel Hoffnung auf Sridharan, um die Konflikte zwischen Rat und Verwaltung, die sich aus den unterschiedlichen Rollen ergeben, in den Griff zu bekommen. Er ist es, der die Kommunikation und Transparenz verbessern und dem Verwaltungsvorstand in seiner Führungsaufgabe fordern kann. Denn das größte Problem der Bonner Kommunalpolitik liegt darin, dass in den wichtigen Zukunftsfragen der Stadt in den letzten Jahren nichts entschieden wurde. Das prominenteste Beispiel ist das Aus für das privat finanzierte Beethoven-Festspielhaus.

Informationen

  • Text: Bartek Piotrowski
  • Datum: 15. Oktober 2015
  • Kategorie: Stadt Politik