Ramersdorfer Junge ganz jeck

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Als LiKüRa-Prinzessin Kim I. aus dem Hause Messinger den Ehrenvorsitzenden der Karnevalsgesellschaft (KG) Ramersdorfer Junge, Wilfried Fassbender, auf die Bühne bat, kam dieser mit einem leichten Lächeln im Gesicht zu ihrer Lieblichkeit nach vorne. Der Grund: bei der Krönung Kims I. Anfang Januar in der Aula des Kardinal-Frings-Gymnasiums war Fassbenders Mütze des LiKüRa-Festausschusses verschwunden und im Nachhinein der Prinzessin zugespielt worden. Kim, die ein solches Vergehen natürlich aufs schwerste bestraft, gab Wilfried seine Mütze zurück – allerdings war diese bis oben hin mit Konfetti gefüllt. Der Auftritt der LiKüRa-Prinzessin war eines von vielen Highlights bei der 58. Narrensitzung der KG Ramersdorfer Junge am vergangenen Freitag.

Ausverkaufter Saal – Stimmung von Anfang an

Etwa 500 Leute hatten in der ausverkauften Jupp-Gassen-Halle in Oberkassel Platz gefunden zu einer der größten Karnevalsveranstaltungen im LiKüRa-Gebiet. Pünktlich um 19 Uhr marschierte der Elferrat, mit Sitzungspräsident Roland Gerwing, in Begleitung der Brühler Falkenjäger ein. Das golden-blaue Ehrencorps der Stadt Brühl, das dieses Jahr seinen 44. Geburtstag feiert, passte dann auch optisch zu den blau-gelben Farben der Ramersdorfer Junge und eröffnete das Programm schwungvoll. Es folgte der bekannte Kölner Büttenredner Fritz Schopps, in Fachkreisen eher bekannt als Et Rumpelstilzje. Dass Kölscher Humor sich auch mit politischen Themen vereinbaren lässt, zeigte sich an dem Gelächter der Besucher.

Prinzessin und Olympiasieger gemeinsam auf der Bühne

Höhepunkt einer jeden Sitzung der Ramersdorfer Junge ist es natürlich, wenn die höchste Prominenz des Staates LiKüRa sich die Ehre gibt und den Saal betritt. LiKüRa-Prinzessin Kim I., ihre Paginnen Jasmin Wittmann und Carina Pütz, sowie die Equipe ließen es sich natürlich nicht nehmen, den jecken Besuchern ne schöne Fastelovend zu wünschen. Dabei bekam dann auch der KG-Ehrenvorsitzende Wilfried Fassbender seine Mütze des LiKüRa-Festausschusses zurück – und darüber hinaus den Orden der Prinzessin persönlich, genauso wie der LiKüRa-Ratsherr Manfred Preuß. Zudem wurde das langjährige KG-Mitglied Georg Piontek für sein Engagement ausgezeichnet.

Und wenn man sowieso schon dabei ist, Orden zu vergeben, wurde der Ramersdorfer Kanute Max Rendschmidt, der im vergangenen Sommer bei Olympia zwei Goldmedaillen erringen konnte, ebenfalls von der KG ausgezeichnet, was für viel Beifall bei den Ramersdorfer Junggesellen sorgte, bei denen Rendschmidt am Tisch saß.

Dat es Heimat – de Räuber zu Gast

Während die LiKüRa-Prinzessin sich am Elferratstisch niederließ und sich ihre Equipe unters Volk mischte, begrüßten die Gäste „de Räuber“ auf der Bühne. Mit ihren Klassikern „Op dem Maat“, „Wenn et Trömmelche jeht“ oder „Dat es Heimat“ brachte die Kölner Musikgruppe die Stimmung zum Kochen und wurden vom Publikum mehrmals zu Zugaben aufgefordert. Mit der Tanzgruppe „De Luftflotte“ und dem „Tüppes vom Land“ wurde das Programm schwungvoll abgerundet. Traditionell belegt die „Schlussgruppe“ der Ramersdorfer Junge den letzten Programmpunkt. Verkleidet in Anlehnung an die Rocky Horror Picture Show, holte die Männertanzgruppe der KG alles aus dem Saal heraus.

Doch damit noch nicht genug. Bei der Aftershow-Party spielte die Ramersdorfer Band Cavy Basement kölsche Klassiker rauf und runter. Die Stimmung war so ausgelassen, dass gegen 1 Uhr morgens die Durchsage kam: „Wir haben kein Bier mehr“. Ein sehr gelungener Abend, wie es scheint.

Informationen

  • Text: Andreas Fricke
  • Datum: 09. Februar 2017
  • Kategorie: Stadt Soziales