Vorrunde des Toys 2 Masters 2017

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ie jedes Jahr findet auch 2017 wieder der Toys 2 Masters Bandcontest in Bonn und Umgebung statt. Über 80 Bands und Künstler verschiedener Musikstile aus NRW und Umgebung nehmen daran teil. In den Vorrunden, dem so genannten 'Basic Level', finden die ersten Konzerte, welche über verschiedene Locations an verschiedenen Tagen verteilt sind, statt. Ich war mit einigen Freunden bei einer der Vorrunden in der Klangstation in Bonn Bad – Godesberg. Ein Freund von mir spielt in einer der Bands, aber mehr dazu später.

Es war ein milder Frühlingsabend als wir um 18:00 Uhr ankamen, um 18.30 fing es an. Es war gut etwas los für einen Dienstagabend und das Abendprogramm versprach reichlich Abwechslung und hochwertige Unterhaltung. Da in den Vorrunden auch noch niemand gewinnt oder verliert, war die Stimmung sehr ausgelassen, auch unter den Bandmitgliedern.

Einen ziemlichen brachialen Anfang legte die Band Ruins of Amyra hin. Melodischer Metalcore mit verheerenden Breakdowns und einem sehr hohen Mosh Pit Potential. Wem dieser Satz etwas spanisch vorkommt, der sei beruhigt, es handelt sich lediglich um Tanzweisen bei Metal Konzerten. Darauf sorgte die Band AIRE bei etwas wohligeren Klängen für Stimmung. Die Mischung aus Hip Hop, Funk und sogar auch Reggae erinnerte mich etwas an die Red Hot Chili Peppers, sie regte zu Tanz und Frohsinn an. Danach kam Radio Invaders, eine von Punk beeinflusste Alternative Rock Band. Thematisch passend folgte darauf Absinth, eine Metal Band aus Bornheim. Es wurde leidenschaftlich 'geheadbangt', so nennt man das, wenn die ganzen langhaarigen und bärtigen Männer aus der Metal Szene ihre Haarpracht hin und her schleudern. Dabei fiel mir auf, dass ich den Gitarristen und Sänger kannte. Wir hatten vor einigen Jahren gemeinsam Gitarrenunterricht und es war eine sehr positive Überraschung, ihn zufällig getroffen zu haben. Eine erinnerungswürdige Show haben sie allemal abgeliefert. Es war übrigens ihr allererster Auftritt überhaupt. Mit Strangers & Friends kam der wohl sanfteste Abschnitt des Abends. Ein Duett bestehend aus einem Gitarristen und einem Geiger, sorgte, bei mir, für den ein oder anderen Gänsehaut Moment. Eine willkommene Abwechslung zu dem sonst sehr harten Rock und Metal Programm. Als nächstes kam mein persönliches Highlight, die Band Never Ending Confusion, dessen Bassisten ich aus alten Schultagen kenne. Kompromissloser Metal a la Opeth, was ganz passend war, weil einer der Bandmitglieder auch ein Opeth-Shirt trug, und eine solide Fanbase sorgten für die witzigsten Pogos des Abends. Welch Freude es doch war! Den Abschluss machte Yellowsubmarius, ein Rapper mit fetten Beats und einfühlsamen Texten.

Trotz des Faktes, dass es noch keine K.O Runde war, wurde abgestimmt, um den Bands eine erste Tendenz zu geben. Wie die Abstimmung aus ging, weiß ich nicht mehr. Nur das Never ending Confusion den ersten Platz belegten. Verdient würde ich sagen. Es war wieder einmal schön zu sehen, dass die lokale Musikszene wirklich einiges zu bieten hat und sogar an einem Dienstagabend genug Zuhörerschaft kommt, um die Klangstation zu füllen und die Bands zu unterstützen. Da Bandcontests wie Toys 2 Masters den jungen Künstlern neben der Chance Konzerte zu spielen und Preise zu gewinnen auch diverse Bandcoaching-Kurse umsonst anbieten, ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, dass diese existieren und unterstützt werden. Ein schöner Abend war es allemal und ich bin gespannt wie es in den nächsten Runden weitergehen wird.

Informationen

  • Text: Tim Klünker
  • Datum: 26. April 2017
  • Kategorie: Stadt Kultur