Bonner Rapper „Sugar MMFK“ soll abgeschoben werden

Der in Deutschland geboren und aufgewachene Rapper mit angolanischer Staatsangehörigkeit soll zur Empörung nach Angola Abgeschoben werden.

Der mit bürgerlichem Namen „Joao Michel Diau“ heißende Rapper ist 26 Jahre alt und wurde in Linz am Rhein geboren. Dort ist er auch aufgewaschen. Seine Eltern, die aus der Stadt Luanda in Angola stammen waren gezwungen von dort nach Deutschland zu fliehen. Nach der Zeit in Linz verschlug es den damals noch jungen Teenager, dann in den Bonner Stadtteil Medinghoven. Dort entwickelte der Rap-Musiker auch seinen Künstlernamen „Sugar MMFK“ und begann seine Kariere als Rapper das Kürzel MMFK steht für den kontroversen Titel „mit mir fickt keiner“.

Seit 2015 hat er sich einen Namen in der ganzen Region und darüber hinaus gemacht die Single „Verlorene Stadt“ aus seiner Ersten veröffentlichten Platte namens „Ohrfeigentape“ wurde mittlerweile millionenfach gestreamt. In seiner Musik rappt der Mitte Zwanzigjährige über seine Erlebnisse als Afrikaner auf der Straße.

Erst im Frühjahr letzten Jahres unterschrieb Sugar einen Vertrag bei dem zu ChapterOne/Universal Music gehörendem Label „Bantu Nation“. Außerdem war für 2019 seine erste eigene Tour geplant, die im April beginnen hat. Doch Ende März teilte der Rapper seinen Fans über eine Instagram Story mit das der deutsche Staat Ihn nach Angola ausweisen wolle.  Er soll obwohl er in Deutschland geboren und aufgewaschen ist und noch nicht einmal in der Heimat seiner Eltern Angela gewesen war, aufgrund von Strafdelikten in der Vergangenheit aus Deutschland verwiesen werden.

Er teilte seinen Fans außerdem über Instagram mit, dass er sich nicht wirklich auf diese Tour konzentrieren könne. Schließlich hätte er mit der Anfechtung seines Abschiebungsbescheid, den er per Brief erhalten hatte, alle Hände voll zu tun.

Die Tour soll dennoch komplett stattfinden. Der Einzige Grund für die Abschiebung soll laut Ihm der sein, dass er immer noch die angolanische und nicht die deutsche Staatsbürgerschaft habe.

Außerdem kämen viele in der Vergangenheit von ihm begangene Straftaten hinzu für die der Rapper sogar schon zwei Jahre im Gefängnis verbrachte, eines dieser Delikte und zwar ein Verfahren wegen gemeinschaftlich begangener Körperverletzung läuft sogar noch. 

Doch er sei grade wegen der Musik auf einem guten Weg zur Besserung und habe Außerdem für die Taten, die er in der Vergangenheit begangen haben soll büße getragen. Doch für Rechtfertigungen dieser Art könnte es wohl schon zu spät sein.

Jüngst veröffentlichte der Rapper einen Song gegen die ihm dröhnende Abschiebung mit dem Namen „Melodien“. Die für den 26. April datierte Abschiebung wurde danach erstmal auf einen unbestimmten Zeitraum verschoben, ob es mit dem Gegenwind, der von ihm und seinen Unterstützern ausgeübt wurde zu tun hatte ist nicht auszuschließen, nämlich gab es über 35.000 Unterschriften in einer Onlinepetition für den Verbleib des Bonners.

Ob der Bonner Rapper nun in Deutschland verbleiben darf oder nicht wird sich noch zeigen. Es soll in naher Zukunft eine von ihm und seiner Anwältin angestoßene Gerichtsverhandlung geben, bei der über sein verbleib oder Nichtverbleib des Bonners entschieden werden soll. Im Juli wird der Rapper auf dem Splash Festival in Chemnitz das nächste Mal zu sehen sein. Wie es mit ihm weitergeht wird die Zukunft zeigen.

Informationen

  • Text: Dominick Vogeler
  • Foto: Domenick Vogeler
  • Datum: 04. Juli 2019
  • Kategorie: Stadt Soziales