Stephen Hawking – Wissenswertes und Erstaunliches

Obwohl nur wenige seine Arbeiten nachvollziehen können, kennen fast alle seinen Namen: Stephen Hawking. Am 08. Januar wäre er 78 Jahre alt geworden. Hier lest Ihr ein paar Fakten über den Astrophysiker, die Ihr bestimmt noch nicht kanntet:

So ziemlich jeder kann mit dem Namen Stephen Hawking etwas anfangen. Geboren am 08. Januar 1942, wäre er dieses Jahr 78 Jahre alt geworden. Jedoch ist der Physiker im März 2018 verstorben.

Wer seinen Namen hört, hat sofort das Bild von Hawking in seinem Rollstuhl vor Augen und dem Sprachcomputer, mit dem er sich verständigte. Man assoziiert Begriffe wie „Schwarze Löcher“ und „Unendlichkeit“ mit ihm und weiß, dass er eine schwere Krankheit hatte. Doch da endet das Wissen der Allermeisten über Hawking auch schon wieder.

 

Die wissenschaftlichen und hochtheoretischen Arbeiten Hawkings kann und will ich unseren Lesern aber heute nicht erklären. Stattdessen möchte ich, anlässlich seines Geburtstages, ein paar wissenswerte Dinge über Hawking vermitteln, die sich nicht auf astrophysikalischer Ebene abspielen:

 

Zum einen war Hawking Atheist und lehnte die Vorstellung, dass es einen Schöpfergott gebe, entschieden ab. Für ihn war aus seinen Arbeiten hervorgegangen, dass das Universum keine Grenzen und keinen Rand habe, sondern in sich selbst abgeschlossen sei. Ohne Anfang und Ende bedurfte es daher keines Schöpfers, sondern das Universum war nach seiner Überzeugung einfach da.

Trotz seiner atheistischen Einstellung gab es für Hawking nach seinem Tod 2018 einen anglikanischen Gottesdienst. Seine Asche wurde schließlich in der Westminster Abbey in London beigesetzt, und zwar zwischen den Gräbern Sir Isaac Newtons und Charles Darwins.


Für einen Astrophysiker wohl eher untypisch, zeigte sich Stephen Hawking im Jahre 2010 kritisch gegenüber der Suche nach außerirdischem Leben. Er war der Ansicht, dass diese Suche erhebliche Risiken für die Menschheit barg, hielt es aber gleichzeitig auch für notwendig, dass die Menschheit den Weltraum besiedelt.

Diese erstrebte Besiedlung des Weltraums ging damit einher, dass Hawking vor erheblichen Gefahren für die Menschheit warnte, die diese auf absehbare Zeit auslöschen würden. Dabei bezog er sich nicht nur auf die hochaktuelle globale Erwärmung, sondern sprach auch von Viren, Atomkriegen und Gefahren durch künstliche Intelligenz. Hawking sagte 2016, die größte Gefahr für die Menschheit sei die Menschheit selbst.


Das Leben des berühmten Physikers kann man in zahlreichen Dokumentationen nachvollziehen. Sehenswert ist aber auch der Spielfilm „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ von 2014, in dem Eddie Redmayne Stephen Hawking verkörperte. Der Schauspieler, den einige aus der „Harry Potter“- Vorgeschichte „Phantastische Tierwesen“ kennen, wurde für seine Darstellung mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller prämiert. Dabei überzeugt insbesondere, wie Redmayne den Umgang Hawkings mit seiner schweren Krankheit wiedergibt.


Mit Anfang zwanzig erkrankte Hawking an ALS, eine Krankheit, durch die das motorische Nervensystem betroffen wird und die ihn auch alsbald an den Rollstuhl fesselte. Obwohl man ihm prophezeite, dass er nur noch wenige Jahre zu leben hätte, wurde Hawking 76 Jahre alt. Er selbst sagte über seine Krankheit:

 

Bevor ich diese Krankheit bekam, langweilte mich das Leben. Aber durch die Aussicht auf einen sehr frühen Tod begriff ich, dass das Leben wirklich lebenswert war.“



Quellen:

Informationen

  • Text: Silvia Stiepel
  • Foto: Silvia Stiepel
  • Datum: 16. Januar 2020
  • Kategorie: Bildung Kultur