Wie Haustiere sich auf unsere Gesundheit auswirken

Haustiere wirken sich positiv auf unsere Gesundheit aus. Diese Tatsache ist wohl jedem Tierhalter bekannt, ohne dass er dazu eine Studie oder diesen Artikel gelesen haben muss. Denn unsere Vierbeiner sind viel mehr als nur haarige Mitbewohner: Sie sind Familienmitglied, Freund und Tröster. Doch wie genau Euch Hund, Katze, Meerschweinchen und Co. vor Krankheiten schützen können lest Ihr hier:

Hilfe für Erkrankte
Die Erkenntnis, dass Tiere kranken Personen helfen können, ist keine neue: Bereits im 18. Jahrhundert ließen sich Mönche in York bei der Behandlung von seelisch kranken Personen von Tieren unterstützen.
Und auch heute werden Hunde, Katzen und Pferde als Therapietiere genutzt.
Sie können aber auch als Alltagshelfer für eingeschränkte Menschen fungieren, wie beispielsweise Blindenhunde.
Jedoch können auch unsere „normalen“ Haustiere unsere Gesundheit stärken, ohne eine spezielle Therapieausbildung erfahren zu haben.

Vorbeugen von Krankheiten bei gesunden Personen
Unsere Katzen, Hunde und Nager helfen unserer Gesundheit im Alltag viel mehr, als wir vielleicht erahnen. Das fängt schon mit dem bloßen Beobachten und Streicheln eines Haustieres an, denn diese Handlungen helfen uns, Stress abzubauen und Aggressionen zu reduzieren.
Wer nach einem stressigen Arbeitstag nach Hause kommt, dem fällt die geistige Bewältigung des Tages leichter, wenn er mit seinem Haustier auf dem Sofa eine Runde schmust, statt sich eine Sendung im TV anzuschauen.

Manchem Hundebesitzer mag es vielleicht bei strömendem Regen nach einem anstrengenden Tag dann schwer fallen, noch mit dem Hund nach draußen zu gehen, doch das Gassigehen erzeugt sogar mehrere positive Effekte.
Der erste liegt auf der Hand: Bewegung wirkt Übergewicht entgegen. Das Rausgehen bei Wind und Wetter stärkt darüber hinaus das Immunsystem, wir erhalten eine ordentliche Frischluftzufuhr und können bei gutem Wetter durch die Sonnenstrahlen Vitamine produzieren. Ferner senkt das Gassigehen den Blutdruck und den Cholesterinspiegel.

Neben dem Spazierengehen mit einem Hund, führen auch die übrigen Aufgaben, welche ein Haustier mit sich bringt, zu einem geregelten Tagesablauf: Katzen haben eine sehr gute innere Uhr und weisen ihr Herrchen oder Frauchen gezielt darauf hin, wenn es mal wieder Zeit für die Fütterung ist. Ein Nagergehege muss regelmäßig gesäubert werden und die Spielzeiten müssen in den Alltag integriert werden.

Dass Tiere zahlreiche Aufgaben mit sich bringen, wirkt sich insbesondere auf alte Menschen positiv aus. So können diese dem Leben wieder einen Sinn geben und vor Vereinsamung schützen. Ältere Personen, die Freunde und Lebenspartner verloren haben, erhalten mit einem Haustier auch wieder einen Kontakt, dem sie Sorgen und Nöte mitteilen können. Die Kommunikation mit dem Tier ersetzt auch so manches Selbstgespräch.

Darüber hinaus können Tiere auch Kontakte vermitteln: Tierhalter kommen durch die gemeinsame Grundlage schnell ins Gespräch und so wirken Haustiere auch als Schutz vor Depressionen.
Kinder profitieren natürlich auch von der Haltung eines Tieres: Sie können durch die Pflege Verantwortung erlernen. Zudem steigert es das Selbstwertgefühl (auch bei Erwachsenen), wenn man erfolgreich die Aufmerksamkeit und Liebe eines Tieres gewinnen konnte.

Wer keinen Fellfreund halten kann oder darf, dem kann vielleicht schon mit einem Aquarium geholfen sein: Aquarien haben für einige Menschen eine meditative Wirkung und können den Beobachter beruhigen.


Quellen:

  • https://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article5265689/Tiere-wirken-manchmal-besser-als-jede-Medizin.html
  • https://www.haustiermagazin.com/erstaunliche-wirkungen-haustiere/
  • https://www.donau-isar-klinikum.de/upload/unserklinikum/Silke_Lederbogen_Tiergestuetzte_Therapie_RKI.pdf

Informationen

  • Text: Silvia Stiepel
  • Foto: Silvia Stiepel
  • Datum: 01. März 2020
  • Kategorie: Soziales Bildung