Zum 56. Geburtstag von Nutella

Die international bekannte und beliebte italienische Nuss-Nougat-Creme feiert in diesem Jahr ihren 56. Geburtstag: Am 20. April 1964 ging das erste Glas mit dem Namen "nutella" im italienischen Alba vom Band. Hier lest Ihr einige Fakten über den populären Brotaufstrich:

Erfunden wurde Nutella bereits im Jahre 1940 von dem Konditor Pietro Ferrero, der seine Kreation jedoch zunächst "Supercrema gianduja" nannte. Erst 1964 erhielt die Creme ihren heutigen Namen, da es in Italien ein markenrechtliches Problem mit dem Begriff "Super" gab. Der Begriff setzt sich zusammen aus dem englischen Wort "nut" (Nuss) und der italienischen Verkleinerungsform "ella". Heute ist der Name im Deutschen ein sog. Denonym, er steht also als Begriff für eine gesamte Gattung, nämlich für Nuss-Nougat-Cremes, ähnlich dem Begriff "Tempo" für Taschentücher. Doch was ist nun eigentlich korrekt, der, die oder das Nutella? Der Hersteller Ferrero beantwortet diese Frage selbst nicht, sondern überlässt es dem Verbraucher, dem Kunstwort einen Artikel hinzuzufügen. Jedoch wurde durch die von Ferrero durchgeführte Werbeaktion "dein nutella" von 2014, bei der die Verbraucher eigene Etiketten für das Produkt gestalten konnten, impliziert, dass der Artikel "die" für Nutella nicht verwendet werden kann.

Nutella wird nicht nur in Deutschland gerne verzehrt, sondern ist in 75 Ländern auf der ganzen Welt beliebt. Die Rezeptur ist dabei in den Ländern jeweils unterschiedlich. Sie richtet sich zum einen nach den lokalen Geschmacksvorlieben der Verbraucher und zum anderen nach den im Land üblichen Brotsorten, um optimal als Brotaufstrich verwendet werden zu können. Je nach Rezeptur haben 100g Nutella zwischen 514 und 547 kcal, was die Creme zu einem kalorienreichen Frühstücksaufstrich macht.

 

Die deutsche Rezeptur wurde zuletzt im November 2017 geändert. Seit dem enthält Nutella weniger Kakao und statt pflanzlichem Fett nun Palmöl. Palmöl, welches aus der Ölpalme gewonnen wird, ist in der Politik und im Umweltschutz äußert umstritten: Für den Anbau der immer mehr geforderten Ölpalmen wird Regenwaldfläche abgeholzt und somit der Lebensraum zahlreicher Tiere und ganze Ökosysteme zerstört.

 

Trotz Änderung der Rezeptur und der einhergehenden Kritik ist Nutella auch nach 56 Jahren beliebt wie eh und je. Das könnte auch daran liegen, dass es nicht nur auf dem Brot lecker schmeckt, sondern auch anderweitig, z. B. zum Backen verwendet werden kann. Anbei findet Ihr ein Rezept für Nutellaschnecken. Viel Spaß beim Backen!

Nutellaschnecken:

Ihr benötigt hierfür

 

  • 2 Rollen Blätterteig
  • Nutella
  • 1 Ei
  • evtl. etwas Puderzucker zum Bestäuben

Rollt einen Blätterteig aus und bestreicht diesen mit Nutella. Die zweite Rolle Blätterteig legt Ihr darauf. Von der Längsseite her schneidet Ihr ca. 1,5 cm breite Streifen ab. Diese Streifen dreht Ihr nun zu einer Kordel. Diese dann so legen, dass man eine Art Schneckenhaus erhält. Die Schnecken legt Ihr auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und bepinselt sie mit dem Ei.

 

Im auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorgeheizten Ofen ca. 30 Min. backen, der Teig sollte goldbraun sein. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Evtl. mit Puderzucker bestäuben.

Quellen:

Informationen

  • Text: Silvia Stiepel
  • Foto: Silvia Stiepel
  • Datum: 19. April 2020
  • Kategorie: Kultur