Von Kürbislaternen, „Süßem oder Saurem“ und Fledermaus-Weingummi…

Und es ist wieder diese Zeit des Jahres…. Es wird kälter, die Tage kürzer, das Laub verfärbt sich und man möchte am liebsten von morgens bis abends in dicken Wollsocken und in eine Wolldecke gehüllt auf dem Sofa rumlümmeln und ein Heißgetränk trinken. Da ist er wieder, der Herbst, und mit ihm rückt auch ein ganz besonderer Feiertag in greifbare Nähe: Halloween.

Ursprung von Halloween
Halloween, wird in der Nacht vor Allerheiligen, vom 31. Oktober auf den 1. November gefeiert. Diese Tradition ist in unseren Breitengraden nicht gerade stark ausgeprägt. Seinen Ursprung hat Halloween nämlich in Irland. Im Zuge der großen Auswanderungswelle um 1850 wanderten eine Million Iren nach Nordamerika aus. So fanden auch zahlreichen Halloween-Traditionen und Bräuche ihren Weg in die USA und wurden dort erweitert. Seit den 1990er Jahren verbreiten sich diese Bräuche auch in Europa. Welche Traditionen haben es bis nach Deutschland geschafft? Und was ist typisch an Halloween?

Kürbislaternen und Rübengeister
Die wohl bekannteste Tradition an Halloween ist das Schnitzen einer Kürbislaterne. Der Kürbis wird zunächst ausgehöhlt und dann mit einem gruseligen Gesicht versehen. Besonders beliebt sind dabei zwei Dreiecke für die Augen, ein kleineres für die Nase und ein gezackter Mund. Dann kann man auch schon den Kürbis als Laterne verwenden und in den Hauseingang stellen. Wer ein Fan von Suppen ist und einen Speisekürbis verwendet hat, dem empfehlen wir, das Kürbisfleisch zu einer leckeren Kürbissuppe zu verarbeiten (Rezept siehe unten). Hierbei bieten sich besonders der Hokkaido- und der Butternut Kürbis an. In manchen Teilen Deutschlands besteht diese Tradition schon länger, traditionell werden jedoch nicht Kürbisse geschnitzt, sondern Rüben.

“Trick or Treat”: „Süßes oder Saures”:
Ein weiterer Brauch, der sich in Deutschland etabliert hat, verbirgt sich hinter der Phrase „Trick or Treat“ (zu Deutsch: „Süßes oder Saures“). Kinder ziehen am Abend des 31. Oktobers gruselig verkleidet um die Häuser und fragen nach Süßigkeiten. Wenn sie keine bekommen, gibt es „Saures“, also Streiche statt Süßigkeiten. Das einfachste Kostüm, ein wahrer Klassiker, ist das Gespenst: Einfach ein Bettlaken nehmen, Augen darauf malen und zwei Löcher für die Armöffnungen, Leinenbeutel in die Hand und los geht’s. Diese Tradition entwickelte sich übrigens daraus, dass ärmere Menschen am Vortag von Allerheiligen um Essen oder eine milde Gabe baten.

Filmeabende und Hausparties:
Für die älteren unter Euch: An Halloween ist es in Deutschland außerdem zum Brauch geworden, Filmeabende zu veranstalten, gruselig aussehende Süßigkeiten, salziges und süßes Gebäck zu verputzen und Unmengen an Halloween-Deko anzubringen. Wer mag denn nicht gerne Fledermaus-Weingummi und grüne Monsterfinger mit Mandelnägeln zu einem guten alten Filmklassiker? Dracula, Frankenstein oder vielleicht doch ein paar Horrorfilme? Oder man sitzt bei Kerzenschein zusammen und erzählt sich Gruselgeschichten. Egal für welche Variante Ihr Euch entscheidet, Hauptsache es wird gespenstisch…

Wer sich für die Geschichte hinter den Kürbissen interessiert, der wird unter „Jack O'Lantern“ fündig: https://www.halloween.de/geschichte-hintergrund/halloween-braeuche-brauchtum-legenden/kurbis-schnitzen-2--53915

Wer eine Anleitung fürs Kürbissschnitzen sucht, hier:
https://www.brigitte.de/leben/wohnen/selbermachen/kuerbis-schnitzen-10943466.html

Kürbisssuppenrezepte:
https://www.chefkoch.de/rs/s0/kürbissuppe/Rezepte.html

Bastelanleitung für Halloweenkostüme:
https://www.brigitte.de/leben/wohnen/selbermachen/selbermachen--halloween--kostueme-leicht-gemacht-10200984.html

Informationen

  • Text: Deniz Zimmermann
  • Foto: Deniz Zimmermann
  • Datum: 10. Oktober 2020
  • Kategorie: Kultur