Kalte Duschen fördern das Wohlbefinden

Kalt Duschen? Für die meisten Menschen die reinste Folter! Doch wenn sie sich nur über die positiven Auswirkungen erkundigen würden, wäre auch für sie die Quälerei lohnenswert. Allein schon das Gefühl nach der kalten Dusche ist unbeschreiblich schön, so als würde der Duschende in Rauschzuständen versetzt werden. Es ist aber auch Vorsicht geboten: Um einen Kälteschock zu vermeiden empfiehlt es sich zunächst lauwarmes Wasser aufzugießen.

Krankfeiern war gestern! Wer den Mut hat kalt zu duschen, der regt die Immunabwehr an. Dadurch sollen Krankheitsfälle reduziert werden. Diese Erkenntnis geht aus einer niederländischen Studie hervor. Darüber hinaus versorgen uns die kalten Aufgüsse mit reichlich viel Energie: Die Gefäße ziehen sich zusammen, die Durchblutung wird angeregt und wir fühlen uns so lebendig wie noch nie (vgl. Susanne Wimmer 2017).

Es ist eines der besten Mittel um das Wohlbefinden zu steigern. So werden Hormone wie Noradrenalin und Beta-Endorphin ausgeschüttet, die dabei helfen sollen, die psychische Widerstandskraft aufzubauen. Studien haben außerdem nachgewiesen, dass bei Sportlern die Muskelregeneration unterstützt wird. Doch wie steht es um Menschen mit Gewichtsproblemen? Lohnt es sich auch für sie, die Foltern der kalten Dusche zu ertragen?

Nun, wer tatsächlich seine Fettverbrennung anregen möchte, der sollte sich den Qualen aussetzen. Die kalten Aufgüsse helfen dabei, die braunen Fettzellen zu stimulieren. Dadurch wandelt sich Energie in Wärme um. Auf diese Weise wird das Fett nicht länger im Organismus deponiert, sondern verbrannt. So können sich dann Frauen von den lästigen Kilos verabschieden, natürlich nur wenn sie sich auch gleichzeitig ausgewogen ernähren.

Sollten sich gesundheitsbewusste Menschen nun endgültig von warmen Duschen verabschieden?

Nein, nicht unbedingt. Nur sollte extrem warmes bis heißes Wasser vermieden werden, da der natürliche Säureschutzmantel darunter leiden könnte.

Wechselduschen sind empfehlenswert. Sie verhindern Krampfadern, die durch schwachem Bindegewebe ausgelöst werden. Außerdem hat das Wechselspiel von kaltem und warmen Wasser positive Effekte nach intensiven Trainingseinheiten: Die Durchblutung wird angeregt und fördert dabei die Muskelregeneration. Dadurch kann Muskelkater vorgebeugt werden.

Allerdings sollten Frauen mit Schwangerschaftsbeschwerden und Menschen mit Herz-Kreislauf Krankheiten auf Wechselduschen verzichten.

Bei kalten Wasseraufgüssen ist Vorsicht geboten. Niemals darf der Duschende sich sofort unter dem kalten Duschstrahl begeben. Zu Beginn sollte lauwarmes Wasser angemacht werden. Die Temperatur kann dann nach und nach gesenkt werden.

Quellen:

Informationen

  • Text: Miriam El Agha
  • Foto: Miriam El Agha
  • Datum: 01. Januar 2021
  • Kategorie: Ratgeber