Warum jeder auf den letzten Bond mit Daniel Craig wartet

Kaum eine Filmfigur elektrisiert die Massen seit so langer Zeit schon wie James Bond. Egal wer ihn spielt, egal wie gut der Film ist, wenn ein neuer Bond ansteht, stürmen Menschenmengen in die Kinos. Doch wann kommt er endlich der 25. Bond und kann er den Kinos helfen?

Wir schreiben das Jahr 1962. Ein junger, attraktiver und etwas chauvinistischer Agent ist zum ersten Mal auf der Kinoleinwand zu sehen. Immer gut angezogen, trotz seiner frechen Art bleibt er stets ein Gentleman und sein Charisma ist unvergleichlich. Die Rede ist natürlich von James Bond. Damals, als er gegen den wahnsinnigen Wissenschaftler Dr. No antreten musste, hat wohl noch keiner geahnt, wie erfolgreich dieses Franchise einmal werden würde.

Der Bond schlechthin ist natürlich der große Sean Connery, der Ende 2020 leider verstarb. Er verkörperte die Rolle des legendären Agenten wie kein Zweiter. Doch auch Roger Moore, Timothy Dalton, Pierce Brosnan und natürlich auch Daniel Craig, verkörperten Bond auf ihre Art und Weise. Und das allesamt sehr sehr gut. Über George Lanzenby möchte ich in diesem Kontext bitte nicht reden müssen.

Bond hatte trotz seiner schablonenhaften Story immer etwas Frisches. James Bond-Filme musste man nicht überstehen, man konnte sie genießen. Selbst die schlechtesten Filme waren irgendwie unterhaltsam. Das lag nicht zuletzt auch an den zahlreichen legendären Nebencharakteren, wie M, Q oder Moneypenny. Albert R. Broccoli (Produzent zahlreicher Bond-Filme) schaffte es, auf Grundlage der Bücher von Ian Fleming diese Welt zu visualisieren. Wer hat nicht schonmal einen Bond-Film gesehen und sich gewünscht, an einen der zahlreichen wunderschönen Orte zu reisen? Zudem gibt es zu jedem Film auch noch den passenden Song. Einige davon sind sogar so legendär und großartig, dass sie bis heute weltbekannt sind.

Nun also, 59 Jahre nach dem ersten Bond, wartet die Welt gespannt auf den 25. Teil. Inzwischen produziert Barbara Broccoli, die Tochter des verstorbenen Albert R. Broccoli, die Bond-Filme und hat den Sprung zum absoluten Blockbuster-Kino bravurös gemeistert. Mit Daniel Craig haben wir nach Timothy Dalton den zweiten, sehr ernsten Bond-Darsteller. Er ist zudem der erste blonde Bond und die Story der einzelnen Filme war noch nie so miteinander verknüpft wie in der Craig-Ära.

Nachdem die vier Filme mit Craig mehr oder weniger erfolgreich waren, sollte also im letzten Jahr der finale Teil der Craig-Ära „No Time To Die“ in die Kinos kommen. Natürlich, wie soll es auch anders sein, kam Corona dazwischen. Doch in diesem Jahr soll der Film auf jeden Fall kommen. Es ranken sich jedoch Gerüchte um die Veröffentlichung. Auf der einen Seite wird berichtet, dass der Film auf jeden Fall in die Kinos kommen soll, auf der anderen Seite hört man aber auch von den finanziellen Problemen von MGM, der Produktionsfirma der Bond-Filme und sogar von einem möglichen Verkauf an Apple oder Netflix. Das würde die Tür für einen Streaming-Start öffnen. Doch Bond ist einer der Filme, die ins Kino gehören und vor allem einer der Filme, die ein Licht am Ende des Tunnels für viele Kinos darstellen könnte.

Auch bei der Nachfolge von Daniel Craig gibt es zahlreiche Fragen. Hat Bond eine Zukunft? Wer könnte ein geeigneter Nachfolger sein? Wird es vielleicht sogar eine Frau? Doch die interessanten und teilweise hitzigen Diskussionen über diese Fragen zeigen, dass das Franchise noch lange nicht tot ist und viele Menschen die Bond-Filme immer noch wollen oder sogar brauchen. Eins ist aber ganz sicher. Bond wird immer ein Mythos und ein unglaubliches Phänomen bleiben. Und das ist auch gut so.

Quellen:

Informationen

  • Text: David Heermann
  • Foto: David Heermann
  • Datum: 08. Januar 2021
  • Kategorie: Kultur