Smartphones, Laptops und Tablets als Risikofaktoren für die kindliche Entwicklung?

Insbesondere seit Beginn der Corona-Pandemie sind technische Endgeräte nicht mehr wegzudenken: Sei es das Zoom-Meeting für Vorlesungen der Universität, E-Mails mit Hausaufgaben für Schüler*innen und Skype-Anrufe mit Arbeitskolleg*innen. Gäbe es unsere Laptops und Smartphones nicht, würde das Leben wahrscheinlich noch mehr erstarren als wir es zurzeit gewohnt sind. Doch wie wirkt sich der Smartphone-Konsum auf jüngere Menschen der Gesellschaft aus? Welche Risiken bringen eine extensive Nutzung von Smartphones für Kinder mit sich?

Auswirkungen und Folgen von frühkindlichem Smartphone-Konsum
Vor allem in den letzten zehn Jahren wird die Bedeutung der alltäglich genutzten Smartphones und Handys immer größer. Dies hat jedoch auch zur Folge, dass immer mehr jüngere Kinder ein eigenes Gerät besitzen, meist auch schon, wenn sie das 10. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Studien haben ergeben, dass nicht nur das Nutzeralter immer geringer wird, sondern auch die Dauer, die ein Kind vor dem Bildschirm verbringt, immer länger wird. Wenn Kinder und Jugendliche dauerhaft und pausenlos über eine längere Zeit die übliche Nutzungsdauer von ihren technischen Geräten überschreiten, geht dies oft mit Schwierigkeiten einher. Ein Beispiel hierfür ist mangelhafte Konzentration, zum Beispiel bei der Erledigung von Schulaufgaben. Die Spanne, in der die Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Sache gelenkt wird, sinkt stetig. Müdigkeit oder in anderen Fällen auch Ruhelosigkeit sind oftmals weitere Folgen, die individuell eintreten können. Ein weiterer Punkt im gesundheitlichen Kontext ist beispielsweise auch Übergewicht durch zu wenig Bewegung und schlechte Ernährung. Körperliche Aktivitäten werden nun teilweise durch das Schauen von Serien oder durch das Spielen von Videospielen ersetzt.

Es ist kein Geheimnis, dass auch auf der mentalen, psychischen Ebene insbesondere Kinder und Jugendliche von negativen Auswirkungen betroffen sein können: Cyber-Mobbing und negative Vorbilder in sozialen Medien sind keine seltenen Phänomene mehr, sondern ein ernst zu nehmendes Problem unserer Gesellschaft.

Worauf kommt es bei einer angemessenen Handy-Nutzung an?

Um ein gesundes Maß der ‚Bildschirm-Zeit‘ zu erreichen, hilft es, insbesondere jüngeren Kindern feste Zeiten oder Zeitspannen vorzugeben, in denen die Smartphones genutzt werden dürfen. Hier kommt es auf das Wie an: Natürlich können technische Geräte die Langeweile überbrücken, gerade auch in Zeiten von Corona: Streaming-Apps und soziale Medien bieten viel Raum für Ablenkungen während eines etwas eintönigeren Alltags.

Andererseits ist es auch wichtig zu betonen, dass das Smartphone auch für schulische Zwecke genutzt werden kann: Dies kann sich auf den Lerneffekt des Kindes positiv auswirken. Auch können Apps auf dem Smartphone, Laptop oder Tablet Kontakt zu Freunden und Familienmitgliedern ermöglichen und vor allem erleichtern. So erfüllt die Nutzung von Mobilgeräten für Kinder und natürlich auch für alle anderen Mitglieder der Gesellschaft auch einen sozialen bzw. sozialisierenden Aspekt.

Trotzdem ist es essenziell, die immer wichtiger werdende Technik zu nutzen und deren Funktionen zu kennen – auch schon in einem frühen Alter. Es ist jedoch wichtig, gerade als Eltern, Erziehende oder Lehrer*innen, darauf zu achten, ob ein Kind bzw. eine oder ein Jugendliche*r mit zunehmendem Smartphone-Konsum ein anderes Verhalten zeigt oder ob Wesensänderungen zu beobachten sind. Kurz gesagt sollten wir mit dem Thema sensibel umgehen und gegebenenfalls (auf-)klärende Gespräche führen. Technische Geräte sind nach wie vor wichtig in diesem Zeitalter, allerdings sollten wir auch nicht vergessen, was dies für die jüngeren Mitglieder der Gesellschaft bedeuten kann, wenn wir nicht auf einen gesunden Umgang achten.

Quellen:

Informationen

  • Text: Katharina Breßler
  • Foto: Katharina Breßler
  • Datum: 22. Februar 2021
  • Kategorie: Soziales Ratgeber