Was genau soll das Schreiben eines Tagebuchs eigentlich bringen? Wie genau schreibt man überhaupt ein Tagebuch und gibt es dafür vielleicht sogar feste Regeln?

So ein Tagebuch zu schreiben klingt für den ein oder anderen vielleicht öde. Manche von Euch führen vielleicht sogar schon eins. Und andere wiederum haben sich möglicherweise schon mal eines angelegt, aber sich nie regelmäßig dafür Zeit genommen. Nun, egal welcher Fall auf Euch zutreffen mag, dieser Artikel wird Euch helfen damit anzufangen bzw. damit weiterzumachen.

Welche Arten von Tagebüchern gibt?
Es gibt es sehr viele verschiedene Arten von Tagebüchern. Welche Arten davon Euch zusagen, müsst Ihr für Euch selbst entscheiden.

  • In das „klassische Tagebuch“ schreibst Du all Deine Gedanken und Gefühle hinein, ganz ungezwungen. Ob digital oder auf Papier ist allein dem Schreiber überlassen.
  • Im „Tagebuch der Dankbarkeit“ hältst Du überwiegend positive Gedanken und Gefühle zur Entspannung und Förderung von Optimismus fest.
  • Ein sogenanntes „Traumtagebuch“ schreibt man meist morgens oder nachts seine Träume nieder. Dies ist vor allem zu empfehlen, wenn man herausfinden möchte welche Bedeutung sie haben.
  • Das „Philosophische Tagebuch“ eignet sich besonders für grüblerische Köpfe. Darin kann man z.B. die eigenen große Theorien und Spekulationen um Gott und die Welt festhalten.
  • Dann gibt es noch das bekannte „Reise-Tagebuch“, worin man über all seine Reisen, Erkundungen und Erlebnisse in voller Pracht berichten kann.
  • Für werdende Eltern eignet sich bspw. das „Baby-Tagebuch“. Darin kann man seine Erfahrungen und wichtige Themen rund um das eigene Kind niederschreiben. So kann man später über schöne und auch schlechte Tage gemeinsam lachen.

Was kommt alles in ein Tagebuch und gibt es No-Gos?
Das Wichtigste zuerst – natürlich gibt es keinerlei No-Gos. Das einzig Empfehlenswerte wäre vielleicht, dass man das private Tagebuch nicht online stellt, denn der Sinn der Sache ist es eben z.B. dunkle Geheimnisse an einem geschützten und sicheren Ort zu verwahren. Ansonsten sind Euch keinerlei Grenzen gesetzt. Man kann über alles Erdenkliche schreiben bspw. über aufregende Erlebnisse, Ideen, Gedanken, Gefühle wie Wut, Begeisterung, Trauer etc., Zukunftspläne oder ganz einfach die „eigene Geschichte“.

Wie schreibe ich ein Tagebuch?

Es gibt auch hier wieder verschiedene Möglichkeiten. Man hat die Wahl zwischen digitaler oder analoger Form, einer chronologische oder chaotische Wiedergabe, lediglich in Textform oder inklusive Bildern und Fotos. Man könnte sich auch über eine bestimmte Ansprache Gedanken machen: Sprichst Du nun Dein Tagebuch an („Liebes Tagebuch“), sprichst Du mit Dir oder vielleicht sogar mit Deinem "zukünftigem Ich"?
Dies alles und noch vieles mehr kannst ganz allein Du entscheiden. Niemand setzt Dir irgendwelche Grenzen oder Verbote. Gestalte Dein Tagebuch so wie Du es für richtig hältst und lass Dir nichts vorschreiben.

Was bringt mir das Führen eines Tagebuchs?
Wissenschaftler sind sich einig, dass das Schreiben eines Tagebuchs viele Vorteile in sich birgt. Es trägt dazu bei seine eigenen Ziele im Auge zu behalten und nicht vom Kurs abzukommen. Man erkennt mit der Zeit die eigenen Schwächen, Stärken und Talente (Selbstreflexion). Es befreit von Stress und bringt inneren Frieden. Es fördert die Persönlichkeitsentwicklung, die Kreativität und Selbstdisziplin und noch vieles mehr.

Wenn Ihr noch mehr über dieses Thema erfahren wollt, bitte checkt doch mal unten meine Quellen aus. Dann viel Spaß beim Schreiben und bis zum nächsten Mal!

Quellen:

Informationen

  • Text: Nour Oueslati
  • Foto: Nour Oueslati
  • Datum: 23. Februar 2021
  • Kategorie: Ratgeber