Orchideen

Orchideen gehören der Familie der Orchideengewächse an (Orchidaceae). Jeder kennt sie und wer sie nicht selber bei sich zuhause stehen hat, kennt mindestens eine Person, deren Wohnzimmer sie bewohnt. Sie gehören mit zu den beliebtesten Zierpflanzen überhaupt. Im Folgenden stellen wir Euch einige wissenswerte Fakten über diese besonderen Pflanzen vor.

Wie alt sind sie bzw. seit wann gibt es Orchideen schon?
Die uns allseits bekannten Orchideen bzw. Orchideenartige Pflanzen gibt es schon seit mehreren Millionen Jahren. Die ältesten Funde sind „nur“ 15 Millionen Jahre alt. Einen besonderen Fund gab es 2007, in dem Forscher einen Bernstein untersuchten, in dem eine Biene eingeschlossen war. An dieser Biene fand man Pollen einer Orchidee. Dieser Fund lässt darauf schließen, dass es Orchideen schon weitaus länger gibt als bisher angenommen.

Wie und wo wachsen sie? Wuchsformen der Orchidee

Orchideen kommen nahezu überall vor, außer im Wasser und in extrem heißen sowie kalten Regionen. Man findet sie auf jedem Kontinent unserer Erde, bis auf in der Antarktis. Sie entwickelten die unterschiedlichsten Strategien, um an Wasser und Nährstoffe zu kommen. Es gibt drei zu unterscheidende Wuchsformen:

  • Epiphytisch
  • Terrestrisch
  • Lithopytisch

Epiphytisch wachsende Orchideen bzw. Epiphyten sind auf anderen Pflanzen wachsende Orchideen (Aufsitzerpflanzen). Sie wachsen häufig hoch oben in Baumkronen, wo sie mehr Sonnenlicht bekommen. An die notwendigen Nährstoffe und Wasser gelangen sie mithilfe ihrer Luftwurzeln.

Terrestrisch wachsende Orchideen wachsen auf dem Boden. Die uns bekannten Orchideen, die in jedermanns Haushalt anzutreffen sind, sind terrestrisch wachsende Orchideen. Sie stammen aus tropischen oder subtropischen Regionen. Viele terrestrischen Arten bilden neben ihren normalen Wurzeln auch Luftwurzeln aus. Diese Orchideen werden daher auch semi-terrestrisch genannt.

Lithopytische Orchideen wachsen auf Steinen oder Felsen und ähneln somit den Epiphyten. Einige Arten halten sich mithilfe ihrer Wurzeln nicht nur am Stein fest, sondern sind auch in der Lage mit ihren Wurzeln in das Gestein einzudringen.

Wie viele verschiedene Arten gibt es?
Je nach Naschlagewerk umfasst die Familie der Orchideengewächse zwischen 15.000 und 35.000 verschiedenen Arten. Sie bilden somit eine der größten Gruppen der blühenden Pflanzen. In Europa sind rund 40 Arten beheimatet. Die im tropischen Asien wachsenden Arten umfassen mehrere Tausend. Es gibt sie in den verschiedensten Größen, Farben und Formen. Ihre Sprosse kann nur wenige Millimeter oder mehrere Meter lang sein. Es gibt nur wenige Merkmale, die allen Orchideen gemein ist.

Orchideen als Zier- und Zimmerpflanze
Zunächst einmal sind die meisten Orchideen relativ pflegeleicht. Anders als andere uns bekannte Pflanzen  braucht sie nicht allzu viel Wasser. Trotzdem gibt es da natürlich einige Sachen, die es zu beachten gilt:
Zimmer-Orchideen brauchen viel Licht, allerdings nicht allzu viel Sonne. Gute Positionen wären also Ost- oder Westfenster.
Sie benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit, demnach sollte ein Standort in Nähe einer Heizung vermieden werden, da ihr die trockene Heizungsluft zusetzen kann.
Außerdem gibt es spezielle Übertöpfe für Orchideen, die ermöglichen, dass das Gießwasser besser ablaufen kann. Es ist wichtig, dass die Löcher im Gefäß groß genug sind, sodass das Wasser gut ablaufen kann und keine Staunässe entsteht, die die Wurzeln faulen lässt und schließlich auch zum Verenden der Pflanze führt.
Übermäßiges Gießen kann der Pflanze ebenfalls zum Verhängnis werden. Im besten Fall sollte die Pflanze im 14-Tage-Rhythmus gegossen werden.

Weitere Tipps zur Pflege findet Ihr hier:

Quellen:

Informationen

  • Text: Hazal Zimmermann
  • Foto: Hazal Zimmermann
  • Datum: 25. Februar 2021
  • Kategorie: Ratgeber