Haus der Geschichte

Das Haus der Geschichte ist wohl den meisten Bonnern ein Begriff. Hier findet sich die Dauerausstellung „Unsere Geschichte“. Während des Durchgangs durchläuft der Besucher ein multimediales Angebot entlang der deutschen Geschichte von 1945 bis heute. Über 7.000 Objekte sorgen für eine authentische Zeitreise. Neben der Geschichte der Ausstellung ist auch die Geschichte hinter dem Haus der Geschichte durchaus interessant und ein Besuch ist unbedingt zu empfehlen.

Das Haus der Geschichte im ehemaligen Regierungsviertel in Bonn verzeichnet regelmäßig hohe Besucherzahlen, die es zu einem der meistbesuchten Museen Deutschlands macht. Mittlerweile zieht es seit über 26 Jahren die Besucher an.

Unter Einhaltung der aktuellen Vorgaben und mit einer telefonischen Anmeldungen im Vorfeld kann das Haus der Geschichte bis zu zwei Stunden besucht werden. Aktuelle Informationen hierzu findet Ihr in den Besucherinformationen auf hdg.de.

Ebenso interessant wie die Ausstellung des Museums ist auch dessen Entstehungsgeschichte. Nach einer Regierungserklärung des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl wurde im Rahmen eines bundesweiten Architekturwettbewerbs 1986 der Bauauftrag an das Architekturbüro Rüdiger & Rüdiger vergeben. Die Bauarbeiten in der heutigen Willy-Brandt-Allee begannen 1989.

1990 wurde das Gesetz zur Errichtung einer Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland vom Bundestag beschlossen. Zu Beginn des Baus stellte sich heraus, dass, nicht nur die Geschichte Bonns und die der europäischen Geschichte ihren Ursprung bei den alten Römern findet, sondern dass auch das Haus der Geschichte selbst auf diesem Fundament bauen würde. Nachdem bereits seit 1850 kleinere archäologische Funde gemacht wurden, entdeckte man bei den Bauarbeiten des Museums auf dem Gelände in Bonn-Gronau größere Funde der römischen Siedlung „vicus bonnensis“ (Übrigens: Hierher hat Bonn seinen Namen.). Die erhaltenen Ruinen wurden in das Museum integriert und können heute in dessen Untergeschoss bewundert werden.

Im oberirdischen Bereich des Museums werden den Besuchern im großzügigen Foyer regelmäßig Wechselausstellungen geboten, die sich einem zeitgeschichtlichen Thema widmen. Derzeit können wir uns auf die Ausstellung „Hits & Hymnen – Klang der Zeitgeschichte“ freuen.

„Musik, die die Geschichte verändert hat, erleben: Das geht nur, wenn man dabei ist – oder bei uns im Museum. Unsere Ausstellung macht Musik spürbar. Erleben Sie Konzerte, die die deutsch-deutsche Geschichte beeinflusst haben: Große Leinwände rundherum, gleißende Scheinwerfer, feiernde Fans – Besucher und Besucherinnen mittendrin!“

Zu Erreichen ist das Haus der Geschichte in der Adenauerallee unter anderem über die U-Bahn Station Heussallee/Museumsmeile. Noch vor Verlassen des Untergrunds kann man hier durch eine große Schaufensterfront bereits einige Einblicke gewinnen. Ein weiterer Eingang an gleicher Stelle bietet die Möglichkeit das Museum zu betreten und den Museumsbesuch mit dem ersten und größten Ausstellungsstück des Hauses zu beginnen, ein ausgemusterter Salonwagen, der schon beim Bau 1990 Einzug hielt.

Wer vorerst allerdings noch auf einen persönlichen Besuch verzichten möchte, dem bietet die Stiftung Haus der Geschichte ein vielfältiges Online Angebot:
Unter anderen können Interessierte einen virtuellen Einblick in das Palais Schaumburg erleben. Hier kann man das Gebäude in einem virtuellen Rundgang erkunden: www.hdg.de/onlineprojekte/palais. Auf der Website der Stiftung eröffnet sich ein breites Angebot an Zeitzeugenberichten, Bildern, Videos, Informationen zu Öffnungszeiten und vieles mehr rund um Ihren baldigen Besuch.

Quellen:

Informationen

  • Text: Wiebke Werner
  • Foto: Wiebke Werner
  • Datum: 31. März 2021
  • Kategorie: Stadt Kultur