Ist Kaffee wirklich gesund?

Die meisten von uns trinken täglich Kaffee, manche nur ab und zu je nach Befinden, andere wiederum trinken ihn literweise. Doch warum trinken wir überhaupt Kaffee und wo ist da die Grenze, wenn es eine gibt? Antworten auf diese Fragen und noch vieles mehr erfahrt Ihr hier bei uns.

Was ist Kaffee und wo kommt er her?
Allgemein ist bekannt, dass Kaffee ein schwarzes, koffeinhaltiges Getränk ist, welches aus gerösteten Kaffeebohnen besteht, die gemahlen und mit heißem Wasser durchtränkt werden. Die Qualität des Kaffees hängt von der Sorte und dem Anbauort der Kaffeepflanzen ab. Insgesamt existieren weltweit 124 Kaffee-Arten, wovon aber 60 Prozent gefährdet sind, was durchaus fragwürdig ist, wenn man bedenkt wie beliebt Kaffee doch eigentlich ist.

Kaffee wurde zuallererst im Orient von Arabern und Osmanen entdeckt. Anfang des 16. Jahrhunderts war Kaffee ein beliebtes Genussmittel im osmanischen und persischem Reich. Von da an verbreitete sich das schwarze Gold im Nu. 1573 gelangten die Nachrichten über das Wundergetränk bis nach Aleppo, 1592 nach Italien, 1645 nach Venedig, 1650 dann bis nach London und 1659 erreichte es auch Frankreich. Unzählige Kaffeehäuser wurden eröffnet und deren Beliebtheit war kaum zu übersehen.

Nun die große Frage: Ist Kaffee gesund oder ungesund?
Die Antwort ist – Jein! Sowohl als auch. Es kommt nämlich stark darauf an, wie viel und unter welchen Bedingungen man Kaffee zu sich nimmt. Wissenschaftler sind sich einig, dass drei bis vier Tassen pro Tag gesundheitsfördernd und guttuend sind. So wurde anhand mehrerer Studien belegt, dass ein angemessener Kaffeekonsum mit einem niedrigeren Risiko für Leberkrebs, Schlaganfälle, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Alzheimer und Depressionen verbunden sei.

Auch hier gibt es allerdings Ausnahmen. So kann sich ein übermäßiger Kaffeekonsum bei Schwangeren negativ auf das Kind auswirken, beispielsweise in Form von Frühgeburten oder zu hohem Geburtsgewicht.

Der wahrscheinlichste Grund warum wir Kaffee trinken – um wach zu werden!
Kaffee enthält (in der Regel) Koffein. Das Koffein schubst sozusagen das müde machende Adenosin von den Rezeptoren der Nervenzellen. Es sorgt dafür, dass die Nachricht „Ich bin müde!“ gar nicht erst an das Gehirn gelangt und schüttet stattdessen wachmachende und belebende Stoffe aus.
Koffein kümmert sich darum, dass man aufmerksamer, leistungsfähiger und konzentrierter ist, man mehr Antrieb und eine bessere Stimmung hat. Ein balancierter Konsum von Kaffee verbessert sowohl das Langzeitgedächtnis als auch die Geschwindigkeit des Denkens.

Im Durchschnitt wirkt Kaffee für die nächsten vier Stunden. Verdünnt man seinen Kaffee mit Milch, hält die Wirkung länger. Der Kaffee wirkt dann allerdings auch weniger stark, da der Magen länger braucht, um ihn zu verdauen.
Der Knackpunkt bei regelmäßigem und längerem Kaffeekonsum ist, dass sich unser Körper immer wieder an die aktuelle Koffeinmenge gewöhnt und anpasst, sodass wir immer mehr Kaffee zu uns nehmen müssen, um wach zu werden und auch wach zu bleiben.

Quellen:

Informationen

  • Text: Nour Oueslati
  • Foto: Nour Oueslati
  • Datum: 12. April 2021
  • Kategorie: Kultur Ratgeber