Wanderung zur Löwenburg

Löwenburg ist nicht nur der Name der Burg auf dem zweithöchsten Berg des Siebengebirges, sondern auch der Name des Berges selbst. Die Löwenburg ist ein ideales Wanderziel und ein guter Startpunkt einer Entdeckungstour durch das schöne Siebengebirge. Die Löwenburg steht in ihrer Bekanntheit womöglich dem Drachenfels nach, kann allerdings ebenfalls mit einer beeindruckenden Aussicht und einer interessanten Geschichte aufwarten.

Mit einer Höhe von 455 m über Normalnull ist die Löwenburg der zweithöchste Berg des Siebengebirges (nach dem großen Ölberg) und die höchste Erhebung Bad Honnefs. Auf seinem Gipfel befinden sich Ruinen der alten Burg Löwenburg. Sie wurde Mitte des 12. Jahrhunderts gebaut, als Grenzfeste gegen die kurkölnischen Burgen Drachenfels und Wolkenburg. Graf von Sayn wollte mit dessen Errichtung seinen nordwestlichen Westerwälder Herrschaftsbereich sichern.

Als Touristenziel ist die Löwenburg von großer Beliebtheit. Der Gipfel ist ausschließlich zu Fuß zu erreichen. Den Aufstieg könnt Ihr vom Parkplatz am Ziepchen im Ortsteil Ittenbach aus beginnen. Alternativ zur Anreise mit dem Auto ist diese auch bequem mit der Bahn der Linie 66 möglich. Von der Haltestelle Rhöndorf ist es nur ein kurzer Fußmarsch, bis die Wanderung durch die bewaldeten Wege beginnen kann.
Im kühlen Schatten der Bäume ist es besonders an warmen Tagen ziemlich angenehm und der doch recht steile Anstieg kann einen auch ohne Sonne schön in's Schwitzen bringen. Schon während des Aufstiegs könnt Ihr an manchen Stellen eine tolle Aussicht auf die benachbarten Berge werfen. Richtung Westen ist hier zum Beispiel der Drachenfels und das Steigenberger Grand Hotel auf dem Petersberg zu erkennen.
Kleine Hütten und Bänke bieten immer wieder Platz für ein ausgiebiges Päuschen. Die kleinen, blauen Hinweisschilder des Rheinsteigs helfen Euch dabei, den richtigen Weg zur Löwenburg zu finden. Sie bildet den höchsten Punkt der Wanderstrecke zwischen Bonn, Koblenz und Wiesbaden.

Am Gipfel angelangt erwarten Euch eine atemberaubende Aussicht auf das Rheintal und die anderen Berge des Siebengebirges. Die Fläche bietet Platz für einen kleinen Rundgang durch die über 800 Jahre alten Ruinen. Bänke unterhalb des großen, schattenspendenden Baumes laden zum Verweilen ein und auf einer großzügigen Fläche kann der vorbereitete Wanderer seine Picknick-Decke ausbreiten.

Vor oder auch nach erfolgreicher Besichtigung der Ruinen könnt Ihr, unter normalen Umständen, außerdem im Löwenburger Hof einkehren. Das Restaurant befindet sich am nördlichen Berghang an der Stelle des ehemaligen Bau- und Viehof der Burg. Bei Flammkuchen und/oder einem erfrischenden Getränk lässt sich hier über die geschaffte Distanz und die schönen Eindrücke schwärmen.

Da der Aufstieg  sogar in unter einer Stunde machbar ist, bietet die Löwenburg das ideale Wanderziel für einen schönen Tagesmarsch oder eignet sich als Zwischenziel einer größeren Wanderung: Von hier könnt Ihr zum Beispiel weiter wandern zum Drachenfels und eine Reise durch das sagenumwobene Siebengebirge erleben.

Quelle:

Informationen

  • Text: Wiebke Werner
  • Foto: Wiebke Werner
  • Datum: 29. April 2021
  • Kategorie: Stadt Kultur