Wie die Umwelt durch die Maskenpflicht leidet

Es ist ein äußerst wichtiges Thema, das zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, ja sogar totgeschwiegen wird: Die Unverträglichkeit zwischen den abermillionen OP- und FFP2-Masken und der Natur um uns herum. Die vorgeschriebene tagtägliche Verwendung setzt voraus, benutze Masken auch entsorgen zu müssen. Und die landen dann meistens, entgegen dem gesunden Menschenverstand, auf dem Gehweg, irgendwo im Gras oder in der nächsten Pfütze.

Dass dieses Verhalten von Rücksichtslosigkeit geprägt ist, muss ich wohl nicht betonen. Dennoch mehrt sich der Abfall durch Einwegmasken, der, wie bereits erwähnt, auch deutlich auf den Straßen zu erkennen ist. Doch wie sieht es mit den Langzeitschäden aus, mit denen unsere Umwelt zu kämpfen haben wird? Wie ist die Prognose, wenn die Situation sich nicht bald ändert?

Seitdem Stoffmasken keinen Gebrauch mehr im Alltag finden, verschlimmert sich die Umweltverschmutzung durch die Maskenabfälle drastisch. Im Gegensatz zu Stoffmasken lassen sich Einwegmasken nämlich nicht waschen und auch nicht nützlich wiederverwenden. Mit einer empfohlenen Tragezeit von bis zu vier Stunden bei einer OP-Maske und bis zu acht Stunden bei einer FFP2-Maske ist abzusehen, dass die Masken im Idealfall noch am selben Tag entsorgt und gewechselt werden müssen. Das liegt daran, dass die Maske irgendwann zu feucht - und damit durchlässiger für Viren in beide Richtungen wird. Somit würde durch die Maske kein Schutz mehr garantiert.

Elvis Genbo Xu, ein Forscher der University of Denmark, fand heraus, dass weltweit 129 Milliarden Masken im Monat entsorgt werden - das sind ganze 3 Millionen in einer Minute. Und das Schlimmste daran: Die Einwegmasken spalten sich in kleinere Partikel, Mikro- und Nanoplastik auf, die vermehrt in unser Ökosystem gelangen. Aufgrund dessen sind sie nachweislich nicht als biologisch abbaubar einzustufen. Mikroplasik, das von einer Einwegmaske stammt, soll laut Gebo Xu sogar noch schneller und einfacher in die Umwelt gelangen, als es bei einer Plastiktüte der Fall ist.

Die Produktion der Einwegmasken ist vergleichbar mit der von Plastikflaschen. Die Summe weggeworfener Plastikflaschen beläuft sich auf 43 Milliarden im Monat. Doch im Gegensatz zu der Zersetzung einer Plastikflasche gibt es für Masken keine offizielle Richtlinie zum Recycling, da aus hygienischen Gründen darauf verzichtet werden muss. Bei einer schlechten Verwaltung der Abfälle gelangen Einwegmasken also vom Land in die Flüsse und in das Meer, wo sich Tiere in den Bändern der Masken verfangen und der Verschmutzung schutzlos ausgeliefert sind. Das macht uns Menschen zudem nicht zu den einzigen Opfern von chemischen und biologischen Substanzen, wie beispielsweise Bisphenol A, Schwermetallen und krankheitserregenden Mikroorganismen, welche schädlich wirken und deren Freisetzung bei Einwegmasken nachgewiesen wurden.

Was könnt Ihr tun?
Seid verantwortungsvoll und entsorgt Eure Masken außwärts in einer Mülltonne, wie bei Euch Zuhause auch. Falls kein Mülleimer in der Nähe ist, behaltet sie bis zur nächstbesten Gelegenheit in Eurer Tasche.
Um der Umwelt einen Gefallen zu tun, solltet Ihr Eure Masken zudem in den Restmüll und nicht in die gelbe Tonne werfen. Da benutze Mundschutzmasken sowie Gummihandschuhe keine Verpackungsmaterialien darstellen, müssen sie in der schwarzen oder grauen Tonne entsorgt werden. Anschließend gelangen sie in die Müllverbrennung, können aber aus hygienischen Gründen nicht recycelt werden.

Abgesehen davon kann man nur hoffen, dass die Politik eine andere Lösung als die Einwegmaske zur Eindämmung der Pandemie findet, um einem erheblichen Schaden der Umwelt durch Einwegmasken in der Zukunft entgegenzuwirken.

Quellen:

Informationen

  • Text: Nina La Londe
  • Foto: Nina La Londe
  • Datum: 11. Mai 2021
  • Kategorie: Soziales Ratgeber