Zwischen Teppichen aus Plastikmüll, Überfischung und Traumstränden?

Es ist schon längst kein Geheimnis mehr, dass unsere Meere durch zahlreiche Kreuzfahrtschiffe, Müllentsorgungen und Überfischung immer mehr belastet werden. Auch wenn durch die Corona-Pandemie weniger Kohlenstoffdioxid in die Gewässer gelangt, da Kreuzfahrten und andere Vergnügungstouren mit Schiffen auf Eis gelegt wurden, lassen sich die langfristigen Folgen trotzdem nicht ausblenden. Obwohl ungefähr 70 Prozent unserer Erdoberfläche von Wassergebieten durchzogen sind, scheinen wir das natürliche Gleichgewicht der Meere mit Füßen zu treten.

Unser Bewusstseinsmangel für Umweltverschmutzung und Überfischung
Ziemlich oft verfallen wir in das Denken, uns zuerst um unser direktes Umfeld zu kümmern, wenn es beispielsweise um Aspekte der Nachhaltigkeit, Plastikverwendung und Umweltverschmutzung geht. Das ist ohne Zweifel ein guter und auch notweniger Ansatz, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen – einerseits für uns, aber andererseits auch für die künftigen Generationen unserer Bevölkerung. Doch trotzdem zeigen Untersuchungen, dass pro Minute etwa eine Lastwagenladung Müll in die Meere gelangt.

Plastikmüll ist hierbei bekanntlich besonders gefährlich für Meeresorganismen und den gesamten Lebensraum von Muscheln, Fischarten oder anderen Meereslebewesen. Über die Jahre hinweg lagert sich Plastik auf Korallenriffen ab und gelangt ungehindert in der Nahrungskette von Meeresbewohnern.

Zusätzlich werden die Meere überfischt: Tierarten wie zum Beispiel Delfine und Haie werden zum Beispiel vor japanischen Küsten immer mehr ausgerottet, weil sie eine Konkurrenz zu den Fischerbetrieben darstellen. Die kürzlich auf Netflix erschienene Dokumentation „Seaspriacy“ von Ali und Lucy Tabrizi ging viral durch die Welt und auch wenn manche Umweltorganisationen vorerst nicht alle Fakten bestätigen konnten, gelingt den Machern vor allem eines: Auf das Problem durch mediale Verbreitung aufmerksam zu machen.

Was genau kann helfen?
Der erste Schritt ist also erstmal, dass wir uns Fakten vor Augen führen, um die unvorstellbaren Größen von Plastikmüll zumindest ansatzweise einzuordnen. Klar kann es helfen, Strände von Müll zu befreien – ganz egal, ob wir alte Flaschen oder Verpackungen von Eis, Fast Food oder Obst und Gemüse aufheben oder ob wir im Supermarkt darauf achten, weniger Produkte, die nochmal zusätzlich in Plastik verpackt sind, zu erwerben. Aber oft gibt es auch versteckte „Plastik-Fallen“, die uns nicht direkt bewusst sind: Viele Kosmetikartikel enthalten Mikroplastik, welches nicht wasserlöslich ist und zu schwerwiegenden Schäden des ökologischen Gleichgewichtes beiträgt.

Viele Umweltorganisationen organisieren zudem Aufräum-Maßnahmen an verschiedenen Standorten. Aber oft gibt es auch versteckte „Plastik-Fallen“, die uns nicht direkt bewusst sind: Viele Kosmetikartikel enthalten Mikroplastik, welches nicht wasserlöslich ist und zu schwerwiegenden Schäden des ökologischen Gleichgewichtes beiträgt.

Auch, wenn wir denken, dass wir als Einzelpersonen nicht viel zu einer Balance der Welt von Ozeanen beitragen können, sollten wir trotzdem auf unseren eigenen ökologischen Fußabdruck achten. Wenn wir den Fokus auf das Wohlbefinden unserer Umwelt lenken, trägt das auch zu unserem eigenen Fortschritt bei: Denn durch Bemühungen für die Verbesserung der Umweltkonditionen werden wir achtsamer mit uns selbst. Auch wenn der Gang zum Einkaufen damit verbunden ist, Stofftaschen zu verwenden, anstatt Plastiktüten zu kaufen, ist dies ein guter Anfang und vor allem ein Schritt in die richtige Richtung.

Quellen:

Informationen

  • Text: Katharina Breßler
  • Foto: Katharina Breßler
  • Datum: 01. Juni 2021
  • Kategorie: Bildung Ratgeber