Ein Gleichgewicht zwischen Leben und Arbeit?

Jeder kennt's – Ihr kommt übermüdet nach Hause und habt kaum noch Kraft, Euren Vorlieben und Freizeitaktivitäten nachzugehen. Anstatt Euch Familie oder Freunden zu widmen, schmeißt Ihr Euch völlig erschöpft ins Bett. Was genau eine Work-Life-Balance ist und wofür si gut ist, erfahrt Ihr hier bei uns.

Wer sich noch nie in so einer Situation befand, den/die können wir nur beneiden. Das endlose Drama um die Work-Life-Balance hört und hört nicht auf. Viele Arbeitnehmer, Studenten und auch Alleinstehende haben damit zu kämpfen. Ein unausgeglichenes Leben hat nicht nur mentale, sondern auch körperliche Folgen. Experten weisen darauf hin, dass man auf sein Befinden bewusst zu achten hat. Außerdem raten Experten auch dazu, das Verhältnis zwischen dem Arbeitsleben und dem Privatleben willentlich zu hinterfragen und zu überprüfen.

Was ist überhaupt eine Work-Life-Balance?
Im Prinzip bezeichnet die Work-Life-Balance die Vereinbarkeit des Arbeitslebens und dem Privatleben. Das Ziel ist es, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den beiden Bereichen zu erreichen und auch über einen längeren Zeitraum beizubehalten. Dies würde dazu führen, dass der Arbeitnehmer (als Mensch) glücklicher und unbeschwerter lebt. Ihr seid produktiver und leistungsfähiger, was wiederum Eurem Arbeitgeber zugutekommt.

Was bringt es mir, wenn ich meinen Mitarbeitern eine gute Work-Life-Balance anbiete?
Vorteile einer guten Work-Life-Balance sind u. a. die Minimierung der Gesundheitsprobleme. Das heißt: Weniger Krankmeldungen und deutlich weniger Druck auf andere Mitarbeiter, die die Arbeit des Krankgemeldeten evtl. übernehmen müssten. Außerdem werden auch eine Vielzahl an Burn-Outs eliminiert, da die Mitarbeiter frisch und ausgeruht auf die Arbeit kommen. Zusätzlich werden das Engagement und die Konzentration gefördert, so wird die Leistungserbringung am besten gesteigert. Durch eine gute Work-Life-Balance wird auch die Achtsamkeit und emotionale Stabilität des Arbeitnehmers gestärkt.

Wen betreffen die Folgen einer fehlenden Work-Life-Balance?
Im Grunde genommen kann davon jeder betroffen sein. Es leiden nämlich nicht nur Berufstätige und Auszubildende unter einer schlechten Work-Life-Balance, sondern auch z. B. viele Schüler und Studenten, die um 17:00 Uhr abends überlastet nach Hause kommen, dann auch noch bis 20:00 Uhr Hausaufgaben erledigen dürfen, je nach Haushalt zusätzlich zwischendurch bei der Hausarbeit helfen müssen und dann sofort schlafen gehen.

Abgesehen davon sind auch Alleinstehende, Alleinerziehende und Hausfrauen bzw. -männer durch die Arbeit und die fehlende Zeit für die Familie unglaublich überbelastet. Darauf gedrillt, 100 % Leistung auf der Arbeit zu erbringen, damit sie ihren Kindern alles Nötige kaufen können, machen sie im schlimmsten Fall viele Überstunden und kommen verspätet nach Hause. Nach Feierabend zu Hause erst einmal angekommen, ist von der Leistungskapazität wahrscheinlich nicht mehr viel übrig.

Und trotzdem muss der Haushalt noch irgendwie erledigt und die Kinder müssen ernährt werden. Da bleibt am Ende leider gerade mal genug Energie, um es ins Bett zu schaffen, aber nicht, noch den eigenen Vorlieben oder Freizeitaktivitäten nachzugehen. Die eigenen Freunde werden dadurch auch stark vernachlässigt und man tut sich schwer damit seine Kontakte zu pflegen, wodurch man dann auch nur noch wenig soziale Unterstützung erfährt.

Kein Wunder, dass man, wie oben zu lesen ist, mit psychischen und physischen Folgen zu rechnen hat. Darum wird von Experten auch vermehrt für eine Revolution der Care-Arbeit geraten, damit sich Alleinerziehende zumindest auf einen Support im Haushalt verlassen können.
Wie dem auch sei, hier an der Stelle großen Respekt an alle alleinerziehenden Mütter und Väter!

Quellen:

Informationen

  • Text: Nour Oueslati
  • Foto: Nour Oueslati
  • Datum: 06. Juni 2021
  • Kategorie: Ratgeber