Der Sinn des Lebens

Warum sind wir eigentlich auf der Welt? Eine Frage, die sich jeder von uns bis zum jetzigen Zeitpunkt sicherlich gestellt hat. Grundsätzlich weiß es keiner genau, dennoch gibt es unterschiedliche Auffassungen. In diesem Artikel tasten wir voerst an die Oberfläche heran.

Warum existiere ich?
Direkt zu Anfang ist zwischen zwei Dingen zu unterscheiden: Der eine mag sich fragen, welchen Sinn das Leben an sich hat, was auch die Einstiegsfrage dieses Artikels impliziert. Dazu gehören Fragen zu der Enstehung der Lebewesen, beispielsweise, ob das Leben nur aus purem Zufall entstanden ist oder ob es eine höhere Macht, beziehungsweise einen Gott gegeben hat, der die Welt mit Sinnhaftigkeit erschuf. Auch typisch sind Fragen über das Leben, ob der Zufall oder das Schicksal das eigene Leben beeinflusst oder ob man seine Zukunft gar selbst in der Hand hat.
Ergänzend dazu kommen Fragen, die den Tod thematisieren. Man fragt sich dann vielleicht, ob etwas nach dem Tod kommt und ob unser Handeln diesen Ausgang beeinflusst, oder ob es nach dem Tod so wäre, als hätten wir nie gelebt.

Diese Fragestrukturen sind uns Menschen wie angeboren. Da unsere Neugierde uns dazu bringt, alles und jeden zu hinterfragen, ist der Glaube an eine höhere Macht laut Evolutionspsychologen tief in uns verankert. Der Mensch wäre ohne diesen Glauben an einen Hintergrund des menschlichen Daseins durch eine höhere Macht vermutlich ziemlich aufgeschmissen. Da die höhere Macht als stärker und unantastbar gilt, fungiert sie gleichzeitig auch als etwas Schützendes, was uns Menschen dazu antreibt, zu leben.

Welche Berufung habe ich?
Der andere mag sich fragen, welchen Sinn sein eigenes Leben hat. Dies ist mit einer Sinngebung verknüpft und hinterfragt grundsätzlich nicht die Entstehung des Menschen an sich, sondern eher, was die Bestimmung des eigenen Lebens ist und welchen Sinn man seinem Leben als Individuum selbst gibt. Sich zu fragen, welche Ziele man im Leben verfolgen will und nach welchen Werten und Prinzipien man leben möchte, passen sehr gut dazu.
Es kann grundsätzlich sehr unterschiedlich sein, in welchen Dingen wir Menschen den Sinn unseren Lebens finden. Denn während Person x auf einen materiellen Wohlstand, Ansehen und eine gesunde Partnerschaft setzt, ist es Person y vielleicht wichtiger, sich geistig oder sozial entfalten zu können. Doch das Gefühl ist von Mensch zu Mensch gleich: Wir verspüren, dass uns dieser Sinn erfüllt und uns vorantreibt.
Dem Leben einen Sinn zuzuschreiben hat im Generellen eine positive Auswirkung auf unsere Existenz, da dieser uns Kraft und Energie gibt, schwierige Zeiten durchzustehen und optimistisch in die Zukunft blicken zu können. Er motiviert, sich Herausforderungen zu stellen und unabhängig von anderen zu handeln. Der Benediktinerpater Anselm Grün erwähnt in einem Interview mit der Journalistin Margret Nußbaum, dass ein Mensch ohne Lebensssinn anfällig für Stress sei und unter psychosomatischen Störungen bis hin zu Depressionen leiden könne.

Selbst wenn Ihr Eure Bestimmung noch nicht gefunden haben solltet, seid Euch sicher: Jedes Leben hat einen Sinn. Ob das Leben nun aus Zufall enstanden ist oder es doch einen Plan gibt, ob der Zufall Euer Leben steuert oder eben das Schicksal: Das alles sind Ansichtssachen. Doch dieses Leben wurde Euch geschenkt. Denkt darüber nach, was Euch wirklich erfüllt und was Ihr in Eurem Leben erreichen wollt. Und falls Ihr noch nicht dabei sein solltet, diese Ziele in die Tat umzusetzen, fragt Euch doch mal: "Warum eigentlich nicht?"

Quellen:

 

Informationen

  • Text: Nina La Londe
  • Foto: Nina La Londe
  • Datum: 11. Oktober 2021
  • Kategorie: Soziales Kommentar